Ihr werdet euch sicherlich schon gefragt haben, nach welchem Setting wir spielen. Die Antwort ist einfach und doch nicht ganz so einfach: Es gibt kein Setting und trotzdem haben wir eines: das Weltentor.
Der Großteil der Charaktere kommt aus dem D&D-Setting Forgotten Realms, dennoch ist dies nicht das vorgeschriebene Setting; Weltentor spielt in einem eigenen Setting, das allerdings zu allen normalen Fantasy-Settings kompatibel ist, womit sich auch durchaus Charaktere aus anderen Settings wiederfinden: Ultima Online, DSA, Dragonlance etc.
Wir sind die ganzen elendigen Setting-Diskussionen leid, in denen irgendein Spieler dann einem anderen Spieler erklärt, dass dieses oder jenes Charakterkonzept wegen dem Satz auf Seite 144,34 nicht klappt; das ist ein wenig übertrieben dargestellt, aber das wird es bei uns nicht geben, zumindest wollen wir das nicht. Daher ist unsere Idee, dass wir uns auf kein Setting beschränken und somit auch nicht auf sklavische Einhaltung irgendwelcher Supplements.
Für uns sind zwar die Forgotten Realms häufig die Grundlage unserer Charaktere, da wir von anderen PWs kommen, auf denen nach diesem Setting gespielt wurde und wir das Setting eigentlich ganz nett finden. Aber jene Diskussionen waren wir leid. Daher haben sämtliche Settings lediglich Ideensammlungscharakter!
Natürlich haben wir auch ein Setting, denn ohne das gäbe es keinen roten Faden. Aber das müsst ihr zunächst einmal nicht kennen. Weltentor beruht auf der Idee, dass der Großteil der Spieler-Charaktere über ein Dimensionsportal in diese Welt gekommen sind. Das heißt, dass eure Charaktere für gewöhnlich genauso viel Ahnung haben vom Setting wie ihr: Nämlich gar keine - braucht ihr auch nicht. Das ist auch nicht schlimm, im Gegenteil, denn dieses Setting könnt ihr entdecken, indem ihr mit "unserer" Welt interagieren werdet. Aber dennoch braucht ihr euch nicht eingeschränkt zu fühlen. Die Götter der Forgotten Realms haben weiterhin Einfluss und geben auch beispielsweise weiterhin Klerikern Zauber. Aber wenn ihr einen Charakter aus Krynn (Dragonlance) spielen wollt ... warum nicht? Und da würde dann auch ein Kleriker der Mishakal möglich sein, warum auch nicht? Ihr seid hier also recht frei.
Problematisch wird es bei manchen Sachen, wenn ihr beispielsweise einen Hobbit aus Mittelerde spielen wollt, denn den kann die NWN-Engine nicht gut darstellen. Daher solltet ihr überlegen, in welchem Rahmen die NWN-Engine euch Möglichkeiten gibt, den Charakter darzustellen und sobald ihr das Konzept damit dann verbunden habt, sollte diesem Charakterkonzept nichts mehr im Weg stehen. Und vermutlich würde es selbst für besagten Hobbit einen Weg geben, in unser Setting zu finden. So genau nehmen wir es da nicht, denn wenn ihr damit Spaß haben würdet, es innerhalb der Grenzen darstellbar ist, die uns NWN gibt und den Spaß der anderen Mitspieler nicht einschränkt, dann würden wir nicht „nein“ sagen. Zu abgefahrene und ungewöhnliche Sachen gehen natürlich nicht; man sollte hier stets eher normale und übliche Fantasy-Settings im Auge haben.
Das lassen wir einmal offen. Ist doch auch wirklich nicht wichtig, oder? Spielen können wir trotzdem. Und manchmal ist es besser, wenn man manche Sachen offen lässt, vor allen Dingen, wenn es nicht zwingend notwendig ist, diese fest zu zurren - und das ist es in diesem Fall nicht. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass dieses festlegende Gerüst, das viele PWs sich selbst durch besonders wortgetreue und auch fanatische FR-Treue geben, kein RP erzeugt, sondern es eher zerstört und an vielen Stellen dann RP-Automatismus einfordert; zumindest wenn man sich dann viele Diskussionen dort anschaut.
Alles, was ihr wissen müsst: Euer Charakter ist durch ein Portal in diese Welt gekommen, egal, wo er vorher war und taucht auf einem Turm über einer Stadt auf, die er nicht kennt. Der Rest des Weges liegt vor euch. Viel Spaß beim Gehen, denn ... der Weg ist das Ziel, und so.