Um die Dunkelelfen ranken sich viele Legenden und die meisten davon sind düster und abschreckend, sie gelten gewisserweise als der Inbegriff eines bösen und verschlagenen Wesens - blutdürstend und unberechenbar.
Bitte beachtet folgendes: Auch wenn die Dunkelelfen eine besondere Rasse darstellen, die eine starke Tendenz zum Bösen, zu Verrat und Intrigen aufweisen, soll das Rollenspiel untereinander nicht nur aus diesen Elementen bestehen. Um einen fairen Spielspaß für alle gewährleisten zu können, ist es wichtig, dass jedem Char bewusst ist, dass der Zusammenhalt mit den anderen Drow sein/ihr Überleben sichert.
Ein großes Miteinander mit einem sensiblen Gegeneinander der Rasse
Interaktion nach außen hin, also Kontakt zu anderen Rassen und Chars außerhalb der Enklave der Drow
Isolierung der Rasse
Übermäßiges Zurschaustellen von Coolness (jeder Char hat Schwächen!)
Ausspielen böser Gesinnung durch plumpe Anfeindungen
Macht euch bitte ein paar eingehende Gedanken, ob und wie euer Drow-Charakter in dieses Setting passen könnte. Vor der Erstellung müsst ihr den Charakter anmelden. Falls ihr Fragen habt, könnt ihr euch natürlich jederzeit an das Team wenden.
Um die Dunkelelfen ranken sich viele Legenden und die meisten davon sind düster und abschreckend, sie gelten gewisserweise als der Inbegriff eines bösen und verschlagenen Wesens - blutdürstend und unberechenbar. Man fürchtet sie zurecht, denn sie haben in den Reichen schon viel Unheil angerichtet; geradezu legendär ist dabei ihr Hass und der ewige Kampf gegen ihre hellhäutigen Verwandten: die Oberflächenelfen.
Der Eigenname "Drow" der Rasse bedeutet eigentlich nichts anderes als "Verräter" und ist ein Lehnswort aus dem Elfischen. Obwohl sich die meisten nicht dieses Umstandes bewusst sind, ist es wohl die gängigste Bezeichnung für die Dunkelelfen. Sie selbst nennen sich stolz die Ilythiiri und verwenden die Sprache De'Shineth, die sich aus der Sprache der Tel'Quessir, der Oberflächenelfen, entwickelt hat; doch ist dieser später entstandene Akzent für diejenigen nicht verständlich, die die Sprache der Elfen beherrschen. Das De'Shineth klingt für den Hörer arhythmisch und duster, viele Konsonanten prallen aufeinander und werden oft apostrophiert oder durch Diphthonge in ihrem Klang verändert. In dieser Sprache lassen sich einige Dinge nur bedingt oder gar nicht ausdrücken. Es gibt kein wirkliches Wort für "Liebe", allerdings sicher einige Dutzende für "Hass" und "Tod" mit feinen Unterschieden in der Bedeutung. Zusätzlich zu der gesprochenen Sprache entwickelten die Drow noch eine eigene Zeichensprache, mit der sie sich stumm verständigen können. Man sagt, dass nur die feingliedrigen elfischen Hände sie ausführen können. Man kann sie nur über viele Jahre der Übung hinweg lernen und sich die grundsätzlichen Bewegungsmuster verinnerlichen, so kennzeichnet zum Beispiel das Hochschnellen des linken Daumens die Formulierung einer Frage. Die Namen der Drow setzen sich in den allermeisten Fällen aus einzelnen Silben des De'Shineth zusammen und ergeben so einen übersetzbaren Namen.
Die Gesellschaft der Drow ist ebenso streng hierarchisch wie gnadenlos. Es ist ein ständiger Kampf um Macht und ums Überleben, in dem noch niemandem etwas geschenkt wurde. Es ist ein Wetteifern um den absoluten Sieg; dabei sind Verrat und Intrigen an der Tagesordnung. Unterstützt durch viele gebrochene Sklaven werden oft verlustreiche Hauskämpfe geführt, die dazu dienen Rache zu nehmen, ein Exempel zu statuieren oder auch um sich im Ansehen der Stadt insgesamt zu verbessern. Dabei gilt: Wer heute noch alle Macht inne hat, kann morgen schon auf einem Opfer-Altar enden. Das Leben ist unbeständig und gefährlich, strenge Rangfolgen täuschen nur oberflächlich über das zumeist tiefchaotische Wesen der Drow hinweg. In den allermeisten Fällen sind die Strukturen von einem Matriarchat geprägt, als Mann ist man nicht allzu viel wert und hat sich den Frauen unterzuordnen. Ungehorsam wird hart bestraft und gerade in der Folterkunst sind die Drow ausgesprochen phantasievoll. Foltermeister, Giftmischer und Sklaventreiber sind sogar äußerst angesehene Stellungen, wenn man sie gegenüber der harten Konkurrenz verteidigen kann.
Die Drow sind typisch elfisch schmächtig und filigran gebaut, sind dabei aber noch ein ganzes Stück kleiner als ihre Verwandten an der Oberfläche. Die weiblichen Drow erreichen eine Höchstgröße von 165 cm, die männlichen Drow sind noch kleiner und weniger kräftig, jedoch mindestens 135 cm groß. Sie alle zeichnen sich durch ihre dunkle Haut aus, oft in einem Schwarz wie Obsidian oder Onyx, aber auch hellere Schattierungen sind möglich, je nach Herkunft und Reinblütigkeit. Ihre Haare sind weiß oder silbrig, im Alter bekommt das Haar der männlichen Drow einen Gelbstich, während das der Frauen leicht gräulich wird. Die Augen sind milchig weiß und haben dann oft rötliche Schattierungen, seltener sind purpur, violett oder bernstein. Sowohl von den Gesichtszügen her, als auch vom generellen Körperbau her, kann man sie aber zweifelsohne als Elfen identifizieren. Das Erscheinungsbild spielt in der Gesellschaft eine wichtige Rolle und so kleiden sie sich manchmal zweckmäßig dunkel, tragen aber ansonsten auch gerne hübsche und freizügige Kleidung.
Die Drow stammen aus dem Geschlecht der Elfen Faerûns, doch ihre äußere Erscheinung wandelte sich mit ihrem Abstieg in die Unterwelt. Sie führten einen bis heute andauernden Krieg gegen ihre alten Verwandten und flüchteten sich in die Arme der Spinnengöttin Lolth, die die Seldarine ebenso verraten hatte, wie sie ihre Artgenossen verrieten. Die eigentliche Geschichte ist so gut wie vergessen, längst haben Hass-Tiraden sowohl auf Seiten der Drow als auch auf Seiten der Oberflächenelfen seit Generationen des Bild der Vergangenheit verschleiert und schüren immer wieder neuen Hass.
Mit sehr wenigen Ausnahmen folgen die Drow einem der fünf Götter ihres eigenen bösen Pantheons. Diese sind
der uralte Ghaunadaur
die Todesfee Kiaransalee
die Herrin der Drow, die Spinnenkönigin Lolth
der verschlagene Vhaeraun
Lolths Kämpe Selvetarm
Die Spinnenkönigin wird in Menzoberranzan anders als überall sonst Lloth genannt, ihr wird vermutlich von allen Drow-Göttern die meiste Verehrung dargebracht, sie ist der Inbegriff der Herrschaft des Chaos, der Spinnen und des Matriarchats. Einst war sie die Elfengöttin Araushnee, doch verriet sie ihren Gefährten Corellion Larethian und die Seldarine, daraufhin wurde sie verbannt. Ihre Kinder sind die Zwillinge Vhaeraun und Eilistraee und Selvetarm ist wiederum der Sohn Vhaerauns, der mit Lolth im Bunde ist, seitdem die Spinnengöttin ihn dazu brachte, einen Dämon zu töten und er dessen Essenz in sich aufnahm.
Da die Gesellschaft der Drow starke theokratische Züge aufweist, wird der Glaube sehr streng und innig ausgelebt und die Priester(-innen) erhalten auch ausgesprochen große Macht, verlangen in ihrem zumeist abgrundtief bösen Streben auch immer wieder Opfer.
Die einzige gute Göttin der Drow ist Eilistraee, die für das Gute, den Mond, den Tanz und die Musik, die Jagd und das Leben an der Oberfläche steht. Sie kämpft gegen die bösen Drowgötter, und ihre Anhänger (zumeist weibliche gute Drow) sind bei den bösen Drow verhasst und werden erbarmungslos gejagt.
Man kann wohl ohne zu übertreiben behaupten, dass die Drow eine böse Rasse sind und sie kennen kaum Freundschaft, es sei denn aus Zweckmäßigkeit, leben ohne Mitleid oder andere warme Empfindungen. Nur selten kommt es vor, dass ein Dunkelelf von diesem Schema abweicht; wer zu viel Weichherzigkeit besitzt, fällt schon bald aus dem Rahmen und wird zu einem Ausgestoßenen. Skrupellosigkeit wird vorausgesetzt und gilt sogar als schick und gesellschaftsfähig. Verrat wird erwartet und in Pläne einkalkuliert, man kann sich wohl keinerlei Loyalität sicher sein, wenn es die Möglichkeit gibt, sich selbst voran zu bringen und womöglich einen unliebsamen Konkurrenten aus dem Weg zu räumen. Schiere Machtdemonstrationen sind ebenso üblich wie Anschläge von Meuchelmördern. Dabei empfinden die Drow ihre Lebensweise als gut und richtig, sie sind stolz auf ihre Art und betonen immer wieder, dass durch diese Art der natürlichen Auslese ihr Volk nicht verweichlicht, sondern dauerhaft erstarkt. Die meisten Drow sind zudem eitel, stolz und äußerst ambitioniert. Ihre Pläne erfordern oft viele Jahrzehnte der Geduld und des sorgsamen Planens, angepasst an ihre lange Lebensspanne, die in fast allen Fällen vor dem natürlichen Ablaufen gewaltsam endet.
Die Drow sind in Leib und Seele von Magie durchdrungen, sie alle verfügen über die Fähigkeit einige zauberähnliche Fähigkeiten zu wirken, selbst wenn es sich um schwer gerüstete Kämpfer handeln sollte. Diese umfassen eine magische Kugel der Dunkelheit und auch die sogenannten Feenfeuer und tanzenden Lichter. Mit diesen Fähigkeiten können sie niemanden direkt verletzen, allerdings können sie damit durchaus für Ablenkung und Verwirrung sorgen. Die Magie und das Beherrschen dieser Kraft sind in der Gesellschaft hoch angesehen, doch gehört es auch schon zum alltäglichen Bild sie einzusetzen, beispielsweise schmücken permanente Feenfeuer oft die Häuser der Adligen. Auch besitzen sie oft viele Artefakte, typisch sind ihre verzauberten Adamantit-Waffen und die sogenannten Piwafwi, magische Umhänge. Im Unterreich gibt es sogenannte Noden: Punkte wo die Magie, die auch als Faerz'ress bezeichnet wird, besonders stark ist. Viele Geheimnisse der Magie haben die Drow aus anderen Ebenen gelernt, so zum Beispiel pflegen sie es, regelmäßig Dämonen zu beschwören und sie in ihre Dienste zu zwingen. Durch die generationenlangen ständigen Berührungen mit den magischen Kräften haben sie eine natürliche Resistenz entwickelt.
Die allermeisten Drow leben in den Tiefen des mittleren Unterreiches, oft in größeren Städten. Dort leben sie in der Nachbarschaft der Dunkelzwerge (Duergar) und der Tiefengnome (Svirfneblin), stets im Krieg mit sich selbst und allen anderen; besonders häufig gibt es Konflikte mit anderen intelligenten Rassen des Unterreiches, zum Beispiel den Illithiden und den Betrachtern.
Ihre Städte zeigen sich in einer dunklen, magisch erstrahlenden Pracht, besonders die schwer gesicherten Anwesen der Adligen sind schlichtweg atemberaubend anzusehen. Als Wohnstätten dienen vor allem Steinhäuser, sowie ausgehöhlte Stalaktiten und Stalagmiten, da es so gut wie kein Holz im Unterreich gibt, außer jenes von einigen Pilzen. Für ihre Versorgung züchten sie Herden von Rothé, des typischen Unterreich-Rindes, deren Fleisch roh verzehrt wird. Ansonsten gibt es noch Pilzfelder, die ihnen eine Nahrungsquelle bieten.
In den typischen Drow-Städten sind die meisten Angehörigen anderer Rassen Sklaven, darunter finden sich Menschen, Goblins, Grottenschrate, Oger und viele andere Wesen.
In jeder größeren Stadt gibt es auch Akademien, genannt seien hier Melee-Magthere (die Kriegerschule), Sorcere (Turm der Magier) und Arach-Tinilith, der Tempel, so es sich um eine Stadt handelt, in der der Glaube an Lolth vorherrscht.
Bekannte Städte sind Ched Nasad, die Stadt der schimmernden Netze, welche während der Zeit von Lolths Schweigen zerstört wurde; Menzoberranzan, Eryndlyn und Sshamath, die Stadt der Magier.
Man sollte meinen, dass die Drow in all ihren Kämpfen, Intrigen und Racheplänen wenig Energie für Freizeit und Vergnügen aufbringen können, doch das Gegenteil ist der Fall: sie genießen ihr Dasein und versüßen es sich mit allerlei gesellschaftlichen Vergnügungen. Beliebt ist zum Beispiel das zu zweit spielbare Gesellschaftsspiel Sava, bei dem taktisches Denken gefragt ist (ähnlich wie Schach). Ansonsten frönen sie bei Massagen, Arenakämpfen, erotischen Spielen und bei Tänzen ihrem Vergnügen. Der Tanz zeigt sich sehr individuell, zu Trommeln werden verschiedene Rhythmen angeschlagen und wer die schnellen Tempi-Wechsel nicht elegant genug mitmacht, der wird vom Feenfeuer eines extra dafür beschäftigten Magiers beleuchtet und muss die Tanzfläche verlassen bis zum nächsten Lied. Auch hier zeigt sich wieder der ehrgeizige Wettkampf-Charakter der Dunkelelfen.