Unsere Welt ist eine Welt, in der Götter durchaus eingreifen und ohne Zweifel existieren. Außerdem gehört es für uns zum Fantasy-Gefühl dazu, dass es eben ein Götter-Pantheon gibt.
Dieses Götter-Pantheon ist ein Mehrgötter-Pantheon, eine Vielzahl verschiedener Götter. Irgendeinem dieser Götter wird der Charakter vielleicht besonders zugeneigt sein; sei es, weil er gut findet, für was der Gott steht, sei es, weil er sich Macht ausrechnet, wenn er zu dem Gott steht, sei dies, dass er Angst vor dem Gott hat und ihn so besänftigen will. Eigentlich glaubt jeder Charakter an alle Götter, da das einfach so üblich ist und die Existenz der Götter bewiesen ist.
Aber wie hält der Charakter es nun mit der Religion, um die Gretchenfrage zu zitieren? Wie steht er zu der Vielzahl der Götter? Ist ihm einer besonders wichtig? Betet er zu allen, ganz opportunistisch je nach Situation? Nimmt er es nicht so genau? Bei Druiden kann an die Stelle der Gottheit durchaus auch die Natur treten, allerdings ist natürlich auch ein Naturgott möglich. Für glaubensorientierte Charaktere wie Kleriker oder Paladine ist es natürlich wichtig, sich über das alles Gedanken zu machen. Diese Charaktere sind auch sowieso meist fanatischer als die Restwelt und sind auch eher einem Gott zugetan, als mehreren.
Da wir in einem eher freien Setting spielen, sind keine Götter fest vorgeschrieben. Ihr könnt die Götter aus eurem Setting nehmen, aus dem der Charakter kommt. Allerdings lassen wir gerne offen, ob die Götter wirklich existieren, welche Götter nun auf die Gebete antworten, wie dies alles funktioniert; das bewahrt dem Glauben das Wichtigste: Die Mystik. Denn wenn aus Glauben Gewissheit wird, ist es kein Glaube mehr; dann ist es Wissen.