Die Beschaffenheit und Geographie des Landes.
Seldaria ist eigentlich ein recht dünn besiedeltes Land, wäre da nicht Fürstenborn. Ringsum umschlossen ist es im Norden vom Meer und im Süden vom Drachenkamm, einem Gebirge, das so hoch ist, dass auf seinen Spitzen stets Schnee liegt. Im Osten und Westen treffen dann jeweils Gebirge und Meer aufeinander.
Die Küstenlinie ist flach, weswegen Teile der Landschaft bei heftigen Fluten auch überschwemmt werden. Klippen sucht man an der Küste vergeblich, außer in der Gegend von Weilersbach. Allerdings ist es so, dass vor der Küste ein fast durchgängiges Riff ist, so dass man es technisch fast mit einer Lagune vor der Küste zu tun hat. Die meisten Wellen werden deutlich vor der Küstenlinie bereits gebrochen. Nur im Nordosten trifft die Brandung ungedämpft auf die Küste.
Einige Teile des vorgelagerten Riffs sind so hoch, dass sie kleine Inseln bilden. Und so findet sich vor der Küste eine Vielzahl kleinerer und größerer Inseln. Nur die wenigsten von ihnen sind je kartografiert oder auch nur betreten worden. Man munkelt von Schmuggler-Unterschlüpfen und Piraten-Stützpunkte, aber das alles lässt sich schwerlich herausfinden.
Für die Schifffahrt ist das Riff in erster Linie ein Fluch, denn es behindert die schwersten aller Schiffe. Daher ist der Seehandel diebeszüglich sehr eingeschränkt. Metall zum Beispiel, das bis vor wenigen Jahrzehnten noch eingeführt werden musste, musste preistreibend in relativ geringen Mengen herangeschifft werden. Immer mal wieder gab es Pläne, eine der größeren Inseln zu einem Hafen-Stützpunkt auszubauen und dort die Umladung auf schmalere Schiffe zu erledigen, die dank weniger Tiefgang sicher die Lagune befahren können.